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artistic media vision 216

Es wird immer schwieriger sich der Kunst anzunähern, weil auch die Kunst „in Dienst“ genommen wird durch ideologische Haltung die politisch motiviert, oder eher noch unter politischem Druck zu stehen scheint. Auch die Freiheit der Kunst scheint nicht mehr gegeben zu sein. Zumindest die Auszeichnungen und Förderungen erscheinen oft fragwürdig vergeben, das geht bis zu einem Friedenspreis für Kriegshetze. Unter Freiheit werden nur mehr sexuell/pornographische Freizügigkeit und Meinung kontra Wissen und Fakten verstanden.

Ausschnitt aus der Wirklichkeit

Lebensweisheit ist mehr als Information

Friedensverhandlungen sind nicht erwünscht

Die Hintergründe können benannt werden

Wer suchet der findet Medien die seriös informieren wollen

Unabhängig und neutral, heißt verstehen wollen, nicht parteiisch sein.

Recherche bringt viel zwischen schwarz und weiss ans Licht

Inzwischen muss man weit weg suchen, um nahe liegendes zu finden

Die Menschen da draußen sind nicht so blöd wie ihr glaubt

Sie sind sehr vergeßlich, Herr Bundespräsident, oder was sonst?

Grün? Klima? Demokratie? Fair Trade? wo ist das alles geblieben?

NATO? Das Angriffsbündnis weitet den Krieg aus, alle frieren….

Gibt es denn zweierlei Krieg? den Guten und den Bösen? zweierlei Länder, Interessante und Uninteressante? zweierlei Menschen, solche die man unterstützen muss mit Milliarden, und solche die man vergessen kann….

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artistic media vision 215

jana.wisniewski@drei.at

Raum + Geste + Bedeutung

Wenn Kunstwerke genau anders herum aufgebaut sind als man durch Anschauung vermutet, ist man für einen Hinweis dankbar. Something in the Air von Christine Schörkhuber zeigt eine Wand kleiner Ventilatoren, die zeitweilig leise flüstern und dann auch wieder still stehen, die ad hoc Vermutung ist der Luftzug den man selbst erzeugt durch näher treten, oder das öffnen der Tür, die Bewegung der Besucher im Raum. Aber es ist genau umgekehrt, die Aufnahme eines gesprochenen Textes wird auf den Stromkreis der Steuerung von Lüftern übertragen und generiert aus Worten Wind. Ebenso vermutet man vielleicht bei der Wolke aus transparentem Stoff eine fast unmerkliche Bewegung ebenso durch Luftzug nicht durch kleine Motoren, die man noch dazu kaum sieht, so klein sind sie. Was da im Raum als Geste passiert, erhält aber die sinnige Bedeutung erst durch die absichtsvolle Steuerung.

Und dann erhält die diskursive Anordnung der beiden Künstlerinnen noch eine weitere Komponente, denn die transparente Wand von Nora Bachels Installation in der Mitte des Raumes verbindet mehr als sie trennt, weil so die Besucher wie eine Verheißung durchscheinen im abstrakten Ambiente eines Werkes das in mehreren Kreisen wirkt.

Zur Ausstellung: Ausgezeichnete Lebensräume Bauherrenpreis 2021 im Ringturm, bietet sich auch ein Blick zurück an, denn der Ringturm war sozusagen Wiens erster „Wolkenkratzer“ und „Architektur im Ringturm“ die Ausstellungsreihe gibt es auch schon lange. Die Zentralvereinigung der ArchitektInnen schreibt schon seit 1967 einen Bauherrenpreis aus, für gute Zusammenarbeit von Auftraggeber und Planer, eine charmante Idee, welche dann wieder im Ringturm als Ausstellung ihren Niederschlag findet.

Besonders spannend bei dieser Ausstellung ist das recht exzentrische Bauwerk Tiroler Steinbockzentrum von ARGE Atelier Rainer Köberl, Architektin Daniela Kröss, das unmittelbar neben dem ältesten Bauernhof weit und breit liegt. Ebenso spannend, wie es überhaupt zu einem Steibockzentrum kommen konnte, denn Steinböcke zierten so manche Institution im Pitztal, weil es früher viele Steinböcke gab, das wendige Alpentier hohes Ansehen genoß, nur waren die Steinböcke zwischenzeitlich durch Jagd eigentlich ausgerottet, und mußten erst wieder angesiedelt werden. Die Ansiedlung von Steinböcken gelang, nicht nur in den Gehegen, sozusagen im Zoo gibt es jetzt Steinböcke, sondern auch in freier Wildbahn. Das markante Bauwerk ist nun ein Statement dafür, dass alt und neu durchaus seine Berechtigung hat, und keinerlei Anbiederung bedarf, allerdings will man nun mit der Natur nicht auf Kriegsfuß leben.

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artistic media vision 214

jana.wisniewski@drei.at

GROW…MAHLZEIT…

Essentielle Themen anhand von Kunstwerken dominieren die Museen

Wachstum (Wirtschaftswachstum) ist in Verruf geraten, weil mehr (oder nicht das Nötige) produziert wird als der Planet Erde verkraften kann. Überschuss vermüllt/beschädigt unsere Umwelt, und dennoch hungern Menschen und haben kein Dach über dem Kopf. Die Ausstellung „GROW Der Baum in der Kunst“ im Unteren Belvedere berührt die aktuelle Lage durch weites ausholen quer durch die Geschichte der Kunst, zeigt Wechselwirkungen von Pflanzen und Menschen, in Mythologie, Ideologien und der aktuellen Realität.

Die Ausstellung „MAHLZEIT“ situiert im Dom Museum, ist fast wie eine Ergänzung zu sehen, denn Essen und Trinken ist wohl das Grundbedürfnis schlechthin, kann quer durch kulturelle Kontexte bis zu religiösen Handlungen mit Kunstwerken belegt werden. Die Eröffnung von Mahlzeit hatte den Bonus, erstmals nach der langen Zeit der Corona-Restriktionen „festlich/kommunikativ“ zu sein.

Spaziergänge durch Ausstellungen dieser Qualität und Breite der möglichen Auslegung des gewählten Themas sind Balsam auf die Wunden der Zeit, lenken ab und stellen aktuelle Ereignisse in einen anderen Kontext. Aus einem nahezu gleich geschalteten Denkmuster kann man ausbrechen, das öde Mediengetrommel für einige Stunden vergessen. Was haben nicht Menschen schon alles erleben müssen oder dürfen….Kunst öffnet Tore, wohin auch immer sie führen…..

Letztlich kann man aber nicht umhin in der Gegenwart anzukommen, und die schreit nach Veränderung.

Krieg ist unberechenbar…..

Was Experten so sagen…

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artistic media vision 213

jana.wisniewski@drei.at

Ars Electronica Festival 2022 + Art Vienna, International Art Fair 2022

Erfrischende Veränderungen: Standorte und Design:

In Linz hat sich durch den Einstieg der Kepler Universität als intaktem Austragungsort (weg von der temporären Alten Post) und dem neuerdings sehr aktiven Francisco Carolinum zusätzliches Potential aufgetan für das bewährte Festival für Kunst, Technologie und Gesellschaft. Der Titel der ARS 2022 ist ebenfalls treffend:

WELCOME TO PLANET B…….BUT HOW?

In erster Linie ist ein geistiger Akt nötig, die Welt der Vorstellung, der Ideen, vor allem auch in sozialer Hinsicht bedarf einer Erweiterung. Der Leitartikel von Stephan Lessenich in der Kepler Tribune zielt auf einen Abbau selbst produzierter Zwänge, und einer Gewissenhaftigkeit bei den großen Veränderungen die unausweichlich notwendig werden. Und, Thomas Mohrs kann das noch ergänzen, durch sein Statement zu „Mitwelt“ statt „Umwelt“. Damit sind wir in Linz erfreulich weit weg von kindischen Grünphantasien, radikalen technologischen Ansprüchen und brutaler Ausbeutung durch die 1%.

Es ist ein Unterschied, ob man sozusagen den Teufel an die Wand malt, Angst schürt, oder ob man all die in rasender Geschwindigkeit auftretenden Veränderungen sehen will, einen Raum der Darstellung gewährt, Tendenzen offen diskutiert. Genau diese Möglichkeitsräume konnten in Linz an den verschiedenen Standorten wahrgenommen werden. Phantasma, der Stand der Wissenschaft, humoristische Auflockerungen und dramatische Zuspitzungen ließen einen Diskurs entstehen zwischen den Positionen. Wichtig ist die positive Stimmung mit der komplexe, schwierige Situationen diskutiert werden, ohne gleich Zwänge in der Raum zu stellen, sondern diese zu reflektieren.

BIOFILM.NET ist ein faszinierendes Projekt von Jung Hsu und Natalia Riviera. Der gelbe Schirm ist ein Miniserver, Router, ein privates Internet, welches auf Demonstrationen die Menschen in Verbindung halten kann, ohne dass die Polizei oder die Regierung diesen Kontakt überwachen kann, weil es ein lokales Netz ist. In Anlehnung an die Proteste in Hong Kong, wurde das Symbol „Gelber Schirm“ nun funktionstüchtig gemacht für eine sichere Verständigung, ein Rettungsschirm der anderen Art.

Wohin die Reise gehen wird? Wer weis es?

Aller Anfang ist schwer, etwas Humor kann nicht schaden, auch wenn ganz allgemein mehr Ernst zu Lage, mehr Fairness nötig wäre.

Die CryptoWiener bringen die tradierte Stimmung in Kaffeehäusern mit nach Linz. Hier wird das Metavers materialisiert, die Pixel ganz wörtlich genommen, und analog und digital so richtig durcheinander gewirbelt. Little Mozart, Zeitungsleser und Kuchen in Vitrinen, alles sieht so aus wie Lego Steine. Und ja, die sechs Künstler:innen haben noch andere Räume konzipiert, die Straßenbahn, der Würstelstand, der Fußballplatz, alles was real das Volk erfreut, wird verpixelt, und als Kunstraum und auch als digitaler Raum angeboten…..die Besucher können sogar mitspielen. Ein Arsenal von Porträts lädt dazu ein, doch mal nachzudenken, wer das denn sein könnte, denn da wimmelt es von Promis, und solchen die es gerne wären. Also auf ins OK!

Ziemlich heftig geht es im META.SPACE, den Raumvisionen im Francisco Carolinum zu, Künstler haben ja immer schon über die realen Räume und Gegebenheiten hinaus gedacht, daher ist der Unterschied von gestern und heute nicht so riesig, aber, mit einem trendigen Überbegriff kann man das Interesse wecken, für das was Künstler immer schon phantasiert haben……zum Glück ist ja nicht alles eingetreten. So bleibt auch die Hoffnung, oder Annahme, dass die derzeit aufgeheizte Lage nicht 1:1 uns so erhalten bleibt, sondern flexibel menschliche Kreativität einsetzt und nicht alles an AI geht.

Die Ausstellung Jonas Lund, Studio Visit, im gleichen Museum, zeigt noch die Entwicklungsstränge der Aufmerksamkeitsökonomie bis zu den aktuellen Darstellungen als Spiel, als Geldwert, als Netzwerk.

ART VIENNA erstmals in Schönbrunn

Eine kleine. feine Kunstmesse in der bezaubernden Orangerie in Schönbrunn, wo sonst im Winter die exotischen Pflanzen aufbewahrt werden, und nur selten Vermietungen stattfinden, ist ein Gewinn für den Kunstmarkt, sozusagen Sommerfrische….für Kunst+Sammler

„F“: Damenauswahl: Die Organisatorin, eine Journalistin, zwei Künstlerinnen, eine Kuratorin…eine kleine, feine Sonderausstellung der Kunst von Frauen + ein Blick in das Ambiente (Pressepräsentation)

www.artvienna.org

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artistic media vision 212

jana.wisniewski@drei.at

Architektur als Kunst + Architektur als leistbare Behausung:

Aus aktuellem Anlass bietet sich eine Gegenüberstellung an:

GÜNTHER DOMENIG: Von Gebäuden und Gebilden im Museum Moderner Kunst Kärnten.

GUNTER WRATZFELD: Architektur als Soziales Handeln, in einem neuen Buch, herausgegeben von Karin Mack im Verlag Anton Pustet.

Wie unterschiedlich das Lebenswerk von Architekten positioniert sein kann, erschließt sich einerseits in dem Rückblick auf einen Star am Architekturhimmel an mehreren Ausstellungsorten unter dem Überbegriff DIMENSIONAL, andererseits mit einem Rückgriff auf eine Bewegung in Vorarlberg, und einem der „Vorarlberger Baukünstler“ wie man sie damals auch nannte, die mit einfachen Mitteln, klein dimensioniert, langfristige Zufriedenheit schufen.

DIMENSIONAL spielt sich in Kärnten ab, an mehreren Orten und dargestellt im Diskurs mit großen Architekten und Künstlern. Zentral steht das DOMENIG STEINHAUS, das eigene Haus des Architekten, das weit eher als Statement, denn als Wohnhaus, eine Zusammenfassung aller Ideen und Ansätze, vor allem den Bruch mit dem rechten Winkel und das Freischwingen von Bautätigkeit zeigt.

DIMENSIONAL ist ein Kind der Jetztzeit, das den geneigten Betrachter mit einer Fülle von Querverweisen, vorwärts, rückwärts, parallel beglückt oder überfordert, ein kuratorisches Kunstwerk der Theorien. Der Grund, warum Domenig´s exzentrische Architekturmanifestationen heute nicht so bekannt sind, wie etwa jene von Frank Gehry, liegt wohl darin begründet, dass etwa der maximale „Aufreger“ die Z-Sparkasse in Wien 10, eben kein Museum der Kunst ist, das von vielen Menschen besucht und beworben, die Zeit überdauert, und die Bautätigkeit von Domenig sich nicht so sehr an international relevanten Orten manifestiert hat.

Klare Ansage, einfacher Zugang zwischen zwei Buchdeckeln:

Karin Mack betätigt sich hier als Kunsthistorikerin und Architektur Fotografin. Der Fokus ist auf die Darstellung der zahlreichen lokalen Bauten gelegt, die großen Nutzen bei kleinem Budget verbinden können mit angenehmer Ästhetik und einfühlsamen Umgang mit der Umwelt. Hier ist nun „lokal“ eher positiv besetzt, und neuerdings auch neues Zeichen der Zeit. Der sparsame Umgang mit Raum und Material ist wieder gefragt. Gunter Wratzfeld kann die Wiederkehr jener Diskussionen miterleben, die mit Freude Holz als Baustoff verwenden, und einfache, praktikable Architektur Lösungen in den Vordergrund rücken, im Dienste der Menschen.

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artistic media vision 211

jana.wisniewski@drei.at

Kunst lesen: In Zeiten von Zensur

Bildende Kunst legt sich nicht so offenkundig fest, bietet einen weiten Rahmen verstanden oder interpretiert zu werden, und hat daher alle Macht Denkanstöße zu liefern, in Taiwan oder Wien.

Sind diese Ausstellungen konzipiert als aktuelles Zeichen der Zeit?

Der „Plattenspieler“ der zuschaut wie man mithört? aufzeichnet, abhört, vermeldet?
Erwin Wurm in der OPEN, der ersten Ausstellung der Heidi Horten Collection

Offen, das meint auch für eine eigenständige Auseinandersetzung der Besucher, mit einer Auswahl aus der Sammlung, die durchwegs bekannte Künstler und Künstlerinnen präsentiert, mit Werken die zu unterschiedlichen Zeiten entstanden sind, aber dennoch konkret im JETZT stehen, und einen entspannten, fast ironischen Zugang zu den Zeitzeichen andeuten. Locker gestellt, damit sich die Positionen nicht bedrängen, entfaltet sich Wirkung.

Der stille, vom Verkehr abgeschottete Hof bereitet vor auf den Eintritt in ein kleines feines Museum.

Zur präsentierten Auswahl angekaufter Werke kommt noch eine als TEA ROOM ausgewiesene Installation von Markus Schinwald ergänzt durch eine Deckengestaltung von Hans Kupelwieser, erstellt 2022.

Die Architekten „The next ENTERprise“ haben den Innenraum des Gründerzeit Gebäudes vollkommen erneuert, sind aber maßtäblich im Rahmen geblieben, was eine angenehme Begehung ermöglicht.

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artistic media vision 210

jana.wisniewski@drei.at

Medienrealismus im Museum der Moderne in Salzburg: Richard Kriesche Im Rupertinum: Die Damen

Welche Wirkung die aufkommenden Massenmedien haben werden, speziell das Fernsehen, war früh ein Thema von Richard Kriesche, der selbst die Neuen Medien nützte, kritisch, ironisch und öffentlich.

Die Damen haben ein spezielles Verhältnis zu Werbung und Öffentlichkeit entwickelt, mit immer wieder ironischen und witzigen Aktionen, wobei sie selbst die Modelle/Schauspielerinnen waren.

Die Personale von Richard Kriesche zeigt viele Perioden seines Schaffens und die parallele Nutzung unterschiedlicher Materialien und Vorgangsweisen.
Man sollte sich Zeit nehmen; die beste Lösung um die vielfältigen Ansätze zu verstehen, wäre allerdings eine Führung durch den Künstler, denn er ist recht wortgewaltig, ein Theoretiker seiner selbst, und einer möglichen Einordnung in das Umfeld künstlerischer und wissenschaftlicher Ereignisse.

Die Damen sind im Rupertinum in einen Kontext geraten. Offenbar werden die beiden Häuser „thematisch“ bespielt. Zum Thema Böse Lust / Fatale Liebe paßt die Tapete, die hier kreiert wurde, und die Phase der Damen, als sie nach dem Abgang einer Dame mit einem bekannten Künstler das Quartett auffüllten und tatsächlich eine Aktion „böse ist besser“ machten.

Dieses Bild zeigt die Damen (komplett) mit einer anderen Dame, der Kulturministerin Hilde Hawlicek, die engagiert und interessiert, gern zu Events kam, sich um mehr Geld für die Kultur kümmerte, aber sich nicht ins Programm einmischte.

Typischer für die Damen sind gestylte Auftritte, mit denen sie gesellschaftspolitische Themen ins Licht rücken.

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artistic media vision 209

jana.wisniewski@drei.at

Mode, als ob es keine Zeit gäbe…

Im Geymüllerschlössl trifft irgendwie Biedermeier auf Biedermeier, denn das historische Ambiente wird mit zeitgenössischer Mode von Susanne Bisovsky bespielt, die wie ein Rückblick wirkt, der ewig währt, als Traum von einem Kontext, den es vielleicht nie gab.

Das MAK hat diese Außenstelle nun der MODE gewidmet, als Thema mit wechselnden Ausstellungen.

Eine andere Modeschöpferin aus Österreich, Flora Miranda, besetzt den Gegenpol, also jenseits von Jetztzeit, in einer Zukunft der AI und technoiden Phantasmen, die auch schon heute zelebriert werden, sie hat kürzlich den Exporttag 2022 der WKO aufgemischt, dort gab man sich deutlich zukunftsbezogen.

Mode, zumindest jene, die man im Kunstkontext bewundern darf, ist wie ein Märchen, eine Erzählung über Körper und Hüllen wie sie sein könnten. Alltag ist ausgeblendet, und Schönheit wird immer wieder neu definiert. Kritische Statements sind nicht da um zu verletzen.

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artistic media vision 208

jana.wisniewski@drei.at

Als Kunst noch positiv in die Zukunft sah, Veränderung wollte, Denkanstoß hieß und nicht Kulturwirtschaft…

MISSING LINK die Architekten die sich an der TU Wien kennen lernten, und in der Folge Kunst-und Theorie in Aktionen nützten um hinter die Kulissen zu sehen. IM MAK WIEN

Die Ausstellung im MAK profitiert natürlich davon, dass weit über die Aktivitäten der drei Protagonisten hinaus auch das prominente Umfeld inkludiert ist, welches die 70er Jahre in Architektur/Design zu prägen verstand. Hier Ettore Sottsass mit Küchenmöbel von 1972, Blow Chair von 1967 und Sofa Superonda 1968.

Das soll aber die Leistung von Missing Link nicht schmälern, denn interessant war ja letztlich auch wie sich die Lebenswege trennten, nach vorwiegend Praxis und vorwiegend Theorie, beziehungsweise Reflektion als Architekturkritiker…..und….das eingebunden sein in eine Bewegung, die auch von anderen Künstlergruppen getragen wurde. Toll war aber die Aufbruchstimmung, die Zukunftsvisionen…ja und, von Sicherheit hat niemand gesprochen, und Geld war damit auch nicht unmittelbar zu machen. Verständnis? Na das waren echt wenig Menschen, kleine Kreise, die sich dann doch erweitern konnten….

In Bilddokumenten sieht man Aktionen im öffentlichen Raum, von den Missing Link, aber auch von anderen Künstlern aus der Zeit, die wie sich später bestätigte, essentielle Ideen hatten.

Dazu gehören auch Plakate aus der Zeit, die sich auf Ausstellungen beziehen, in Häusern die es immer noch gibt.

Nach den zwei Jahren unglaublicher Tristesse und Angstbezogenheit, ist das wie eine Erinnerung an das Leben selbst.

Zur gleichen Zeit in Linz:

Bis Übermorgen, Ortner&Ortner

Im Francisco Carolinum entfaltet sich das „In Linz beginnt´s“ Gefühl, angefangen bei den Aktivitäten der Haus-Rucker-Co, bis zur Baukunst von Ortner und Ortner. Auch hier waren am Anfang „Kunst im öffentlichen Raum“ Aktivitäten, die sich später als reale Architektur nutzbar erwies. Es war, ist und bleibt aber eine positive Grundstimmung, die Kritik sicher nicht scheute, aber konkret eben Vorschläge machte, auch wenn manches recht „verrückt“ daherkam.

Ein Raum um zu studieren, eine Möglichkeit sich Überblick zu verschaffen.
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artistic media vision 207

jana.wisniewski@drei.at

Bottled Ocean 2122+Across the River…

… was uns George Nuku im Theseus Tempel in Wien, und Chiharu Shiota in der Landesgalerie Niederösterreich in Krems zeigen, ist: Es wird immer Künstler+Künstlerinnen geben, die uns in eine andere Welt katapultieren können, jenseits von all dem was uns tagaus tagein vorgekaut wird. Kreationen ohne Vorgaben, Erkenntnisse ohne politische Indoktrinationen, ein weites Feld geistiger Genüsse, wozu man nur die eigenen Augen braucht, und ein offenes Herz und Hirn.

George Nuku nützt einfach das Material, aus Abfall wird Schönheit und Bedeutung, Transformation statt Vernichtung.

Während George Nuku eine Zukunft beschreibt, findet oder erfindet, verwebt Chiharu Shiota Erinnerungen zu fließender Zeit, heute, morgen, übermorgen, so wie gestern und vorgestern…..und in beiden Fällen trennen uns weder Kontinente noch Sprachen oder Politik.