Nela Eggenberger & Pia Draskovits stellen eine neue Zeitschrift vor, die parallel als noble Printausgabe 2x jährlich, und mit kürzeren Texten und vielen Bildern frei zugänglich im Internet erscheint.
Photography Intermedia Et Al.
Im Internet liest man nicht so viel. Stimmt. Allerdings hat sich eine ausführliche, qualitativ hochwertige Diskussion als oft sehr langes Video etabliert. Das ist eine neue Kultur. Autoren in vielen Disziplinen haben eine andere Chance sich einem breiten Publikum zu zu stellen, das gewillt ist auch 2 Stunden und mehr zuzuhören.
Ist KI nur ein tool? Wenn ja, wozu die Angst vor der Zukunft?
Das Gespräch ist sehr interessant. Durchaus berechtigte Fragen und Bedenken von Tucker Carlson treffen auf eine Einschätzung der Realität durch Kevin O´Leary, der gerade das größte Datencenter in USA zu bauen gedenkt. Wie bei jeder neuen Technologie, hat immer der die Nase vorn, der die besten und weitreichendsten Angebote machen kann, und Kevin O´Leary will die Show nicht den Chinesen überlassen. Den gigantischen Energieverbrauch für die KI-Plantage will er zuerst klären und sicherstellen, ohne auf das allgemeine Netz zugreifen zu müssen, und dann mit einer Tranche des gigantischen Projekts beginnen…..klingt eigentlich vernünftig.
Ebenso gigantisch ist der Fortschritt auf der sagen wir Software-Seite, Amy Webb blickt auf eine steile Karriere zurück bezüglich KI.
Sind die großen Konzepte wirklich eine Verbesserung, oder folgt bald eine Ernüchterung? Innovation gleich mal abzusägen, weil sie nicht verstanden wird, oder nicht in alle Ideologien passt ist eine ebenso gefährliche Haltung wie die Ignoranz der Bedürfnisse der Bevölkerung. Da parallel zu einer atemberaubenden Entwicklung neuer „tools“ eine immer unverschämtere Ignoranz der Rechtslage zu beobachten ist, ist die aktuelle Lage herausfordernd.
Mit Pandemie der Modelle ist da ein beängstigender Trend angesprochen, denn so vieles in unserem Leben ist neuerdings wenig oder nicht geprüft, sondern anhand von Annahmen hochgerechnet und dann wird „verordnet“. Hinterher will niemand für den Scherbenhaufen verantwortlich gewesen sein……
Kunstmessen bieten Vielfalt: Kürzlich die Art Austria
Das Medienspektakel findet anderswo statt. Die überschaubaren Kunstmessen, in Wien meist in Palais kurzfristig eingerichtet, sind eine angenehme Alternative, wenn Kunstliebhabern betreutes Denken nicht gefällt, sie lieber eigene Wege durch aktuelle und immer noch aktuelle Kunst gehen wollen, und vielleicht auch gleich ein Werk für die eigenen Räume erstehen wollen.
Zu beobachten ist, dass sich die Besucher nicht selbst für die Show halten, sie betrachten Kunstwerke und plaudern mit GaleristInnen. Außerdem kann man Galerien kennen lernen, die man noch nicht besucht hatte, den gewohnten Kreis erweitern.
In der Kunst spricht man nicht mehr von Schönheit, Qualität sucht man in Inklusion und der Mitarbeit der Betrachter, Besucher von Ausstellungen. Im Design geht man auch weit über nützlich und schön hinaus, vom Naturschutz bis zur Umweg Rentabilität. Und da ja angeblich Schönheit im Auge des Betrachters liegt….
Kunst an der digitalen Front, und deren Archivierung
Mit der Digitalen Kunst haben wir uns in große Abhängigkeiten begeben, bezüglich Produktion und Aufbewahrung. Das mag ein Grund dafür sein, dass im Kunstmarkt immer noch analoge Werke weit mehr Umsatz machen. Und je mehr wir in allen Bereichen des Lebens ins Digitale gedrängt werden, je mehr entsteht Sehnsucht nach mehr Unmittelbarkeit und emotionaler Wärme.
Während in Wien die Donau zur Bürgerin der Stadt Wien erklärt wurde, hat in Budapest zwar ein Machtwechsel stattgefunden, aber die Ungarn sind offenbar nicht vom Realitätssinn abgekommen.
Diese Einschätzung wurde auch von vielen anderen Kanälen geteilt.
Die Frage ist: Warum gibt es so viele Schenkungen an Museen? Weil die Künstler es müssen um im Gespräch zu bleiben. Jene die das nicht verstanden haben, finden nicht statt. Weil die Sammler die Werte stabilisieren und Umweg Rentabilität generieren.