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artistic media vision 365

Neue Formate zu Kunst + Technologien einerseits, das Interesse an Archiven im Kunstkontext andererseits: Das sieht gut aus, wir wollen doch keinen Einheitsbrei + nein es geht nicht um woke Diversität die nach Hautfarbe und sexuellen Präferenzen sortiert, es geht um die Vielfalt künstlerischen Schaffens und innovative Techniken, die gemeinsam den Zeitgeist auf hohem Niveau darstellen können.

Das neue Format: Kultur, Technologie, Investition, stellt sich als kommunikative Plattform dar, welche Besuchern vor allem die Möglichkeit des sich kennen lernen bieten möchte. Dafür ist das Wiener Museumsquartier ein guter Platz. Ein dichtes Programm mit internationalen Playern zwei Tage lang, am Podium und im Parkett bot Vernetzungsmöglichkeit oder einfach einen Überblick zur Lage.

Der Gründer von CultTech, Sammler, mit Engagement Kunstmesse, hat sich zuerst bei der Ars Electronica eingeklinkt und dort auch einen Kunstpreis vergeben. Diese Achse passt. Dmitry Aksenov sieht in Zukunft kürzere Arbeitszeiten und daher mehr Zeit für Kultur.

Gerfried Stocker, war vorerst einmal selbst Medienkünstler und dann erst Direktor, und hält den Künstlern die Stange: Der kreative Akt ist die Essenz + von Eintrittsgeldern allein kann man kein Festival machen, daher ist die Vernetzung mit Sponsoren eine Notwendigkeit.

Was man auch noch braucht in diesem Kontext, ist die rechtliche Lage, die Fragen zu Copyright und anderen rechtlichen Dingen. Es macht Sinn, wenn sich alle damit ein wenig beschäftigen, auch die Künstler, damit alle wissen worauf sie sich einlassen.

Was kann man wo machen? Bieten Firmen ein Labor? Nicht alles ist im kleinen Rahmen möglich, auch wenn es immer mehr wird. Wie sieht Zusammenarbeit aus? Solche Gespräche lassen sich im Anschluss in den weitläufigen Kommunikationsräumen bereden.

Wie sehen die Bedingungen und Chancen auf bekannten Festivals aus? Wie mischen sich die Instrumente, alt und neu, Stimme und Performance? Welchen Anteil hat das Digitale?

Und, was ist denn Voice-Swamp, wie macht man das?

Digital Humanities…..interessanter Ansatz…..nur wenige wollen im Transhumanismus landen…..das Feld braucht Diskurs!

Parallel zeigt sich, dass Archive auf großes Interesse stoßen. Man will die Fülle der Schaffenskraft der Menschheit gut aufgehoben wissen, in vergleichender Feldforschung betrachten. Das Architekturzentrum Wien hat eine Fahrt zu den großzügigen neuen Räumlichkeiten geboten. 110 Vor -und Nachlässe von wesentlichen Architekten und Architektinnen + Architekturfotografinnen sind schon erfaßt und Räumlichkeiten für die Recherche sind in dem energiebewußt gestalteten Depot vorhanden.

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artistic media vision 364

Ein spannendes und erschütterndes Kunstprojekt zu Fake – Demos

Man kann scheinbar alles kaufen, aber, man bekommt auch jede Menge FAKE sozusagen gratis geliefert bei ganz normaler Suche.

Auffällig ist, dass zunehmend falsche Fotos bei der Suche zu Namen aufpoppen. Falsche Fotos installieren sich auch am Handy ungefragt in der Liste der Telefondaten. Wenn man sie löscht, kommen sie oft beim nächsten Update wieder. Schien es vorerst, als ob es nur Personen mit gleichem Namen sind, oder relativ ähnliche Gesichter, gleiche Frisur, gleiche Haarfarbe, ist der Zuordnungsterror jetzt vollkommen entgleist. Drei richtigen Fotos zur Person stehen 7 vollkommen andere Personen gegenüber, Männer und Frauen gemischt, die keinerlei Ähnlichkeit haben, aber, oh Wunder, klickt man auf das Foto, landet man immer bei der gesuchten Person.

Auf der Suche nach Entspannung im analogen Kunstbereich, bieten große Museen zunehmend Rückblicke auf keineswegs breitgetretene Visionen von gestern. Und, was auch zunehmend erfreut, es gibt wieder die Personale, den Rückblick auf das Werk noch lebender, ziemlich betagter Künstlerinnen und Künstlern.

Neben großen Ausstellung, die neuerdings doch wieder von einer vordergründigen Tagespolitik, zu echten Aufarbeitungen finden, ist das Buch eine Quelle zu besserem Verständnis der Lage – es mangelt nicht an Autoren die sich gegen den gekauften Trend stellen.

Vor zehn Jahren war das alles noch ganz normal. Künstler gaben politische Statements ab in ihren Werken. Der politisierte Künstler war nicht die Norm. Qualitätsmedien blieben weit eher bei der Sache, ohne sich selbst als Politiker zu profilieren.

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artistic media vision 363

Die Ars Electronica expandiert – die technischen/künstlerischen Fähigkeiten sind gefragt…von Linz nach China, nicht umgekehrt, das muss man würdigen, schließlich ist man in China „up to date“…..

Neuerdings gibt es nicht nur Technik aus China bei uns sondern auch zeitgenössische Kunst. Sechs Uraufführungen von sechs Zeitgenossen.

In Wien wäre auf eine historische Persönlichkeit zu verweisen, der man im AZW, im Architekturzentrum Wien gedenkt.

Carl Auböck hatte eine unglaubliche Präsenz in der Design-Szene in Wien. In bester Erinnerung blieb mir ein Ausflug nach London, zum neuen Designmuseum, mit einer großen Gruppe von Designern und Studenten. Das rustikale Service ( ein Auböck-Design) aus fernen Tagen ist nicht umzubringen und gefällt meinen Gästen noch heute.

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artistic media vision 362

2 Künstlerinnen: Kunst aus/als Baumaterial und Kunst aus/als Code

Die Objekte/Installationen von Rini Tandon ( Bildmitte, im Gespräch mit der Kunsthistorikerin Christa Benzer ) heben ab oder vernetzen. Hinter den realen Konstrukten schwingen Bedeutungen die auf gesellschaftliche Gegebenheiten und Zusammenhänge verweisen.

Bei LIA ist die Sache insofern schwieriger, weil eine Mehrzahl von Kunstliebhabern mit Code nicht wirklich vertraut ist, und sich auf das sich permanent verändernde, wandernde projizierte Bild konzentrieren werden. doch da geht noch mehr.

Niemand kann ihren Arbeitsstil besser erklären als sie selbst, daher blenden wir das mal ein zur Ergänzung der Möglichkeit des Zugangs zu ihren Arbeiten im allgemeinen, und dieser hier vor Ort.

LIA in der Mitte, ihre Begleitung und die TANK-Chefin Inge Graf.

Wie das Zusammenspiel der Arbeiten der beiden Künstlerinnen im Raum aussieht, kann man anhand der folgenden Bilder erahnen.

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artistic media vision 361

BETWEEN STRINGS: Die Komponistin Kristine Lindemann entwirft ein raumfüllendes Musikinstrument und das Quartett between feathers leistet die Aufführung im mumok. Eingeladen + betreut wurden diese experimentellen Künstler von den Kuratoren Benedikt Hochwartner und Julia Hürner – die Direktorin des Museums begrüßt beschwingt, und dann wird es finster.

Die Aufführung erfordert absolute Stille und Konzentration. Die vier Musiker bewegen sich entlang gespannter Fäden aus unterschiedlichem Material welche mit Resonanzkörpern verbunden sind. Die Schwingungen, Berührungen, erzeugen die Klanginstallation und die Bewegungen der Musiker im fast finsteren Raum, sowie deren Schatten sind die Choreografie im Bühnenbild der Spulen, Klangkörper, Fäden und Lichtquellen.

Die Aufmerksamkeit lohnt sich, denn das unspektakuläre und konzentrierte gehen und ziehen ergibt ein abwechslungsreiches und wohlklingendes Musikstück. Ist man vielleicht anfangs noch gespannt was die Musiker diesem elementaren Material entlocken können, nimmt der Variantenreichtum zunehmend gefangen, und das Spiel der Schatten und Körper wird zunehmend als Tanz empfunden.

Zum Schluß werden die Fäden aufgerollt und in neue Konstellationen gebracht, ein vernetztes Zelt aus Klängen entsteht.

Es sind noch weitere Konzerte bis Ende Oktober vorgesehen, und die Besucher dürfen danach auch selbst sich in dieser Installation bewegen, und sehen was sie selbst für Klänge zusammen bringen.

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artistic media vision 360

Geschichten aus dem Land der Zukunft: Zu wenig bekannt!

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artistic media vision 359

FOTOGRAFISCHE FUNDSTÜCKE IM INTERNET

Welche Relevanz hat welcher Ausschnitt? Auftakt zum Diskurs:

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artistic media vision 358

Eine wunderbare Ausstellung im 21er Haus BELVEDERE:

Im Sommer schielen die Darbietungen immer auf die Massen, daher bekannte Namen, die schon bald wer gehört hat. KAZUKO MIYAMOTO ist nicht so bekannt, die Ausstellung ist einer Entdeckung der Direktorin zu danken, die sie während ihrer Leitung des Lentos in Linz gemacht hat; die Künstlerin die in New York residiert hatte in Linz diverse Auftritte die überzeugten. Ihre Kunstwerke kann man in der Mehrzahl nicht transportieren, sie bestehen aus Fäden, die im Raum gespannt werden, sehr exakt, sehr aufwendig , die also immer wieder neu installiert werden müssen, bei jeder Ausstellung. Zudem sind ihre Auftritte im musealen Kontext erst jetzt gekommen.

Gerade diese Umstände machen aber diese Ausstellung so frisch, so besonders. Neben Dokumenten von Performances und Entwürfen, ist die Ausstellung doch sehr auf den Raum bezogen und einzigartig. Es kommt hinzu, dass vielleicht so manche Besucher die letztlich auf die Tagespolitik angepassten Ausstellungen ohnehin schon satt haben.

Die Künstlerin lebt noch, und ja, es ist ein Lebenswerk vorhanden.

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artistic media vision 357

Kunst und Reflexion: Angepaßt + Unangepaßt: Mut oder Freiheit?

Solche Bilder haben wir immer wieder zugesandt bekommen in der Arbeiterzeitung, die es lang nicht mehr gibt. Die SPÖ ist aber gleich geblieben in ihrem Verständnis von Kunst/Kultur/Förderung. Kann man der Künstlerin ein Anpassungsmuster vorwerfen? Im Falle von Johanna Kandl kaum: Sie ist wie sie ist, und das schon lange, sie macht was sie für Kunst hält, und das schon lange, paßt denen halt. Diese Art von Umarmung oder Umrahmung ist Wien-spezifisch.

In Chicago ist man auch woke/links/demokratisch oder wie immer man das bezeichnen könnte, allerdings bekommt man Post dort von Künstlern, deren PR-Vertretern, den Museen oder Festivals, nie sind sie mit Politikern und Beamten geschmückt, oft sieht man nichtmal die Künstler, Autoren, Architekten, nur das Werk und Daten.

Eine Frage beschäftigt mich derzeit: Welche Kunst stößt warum auf marginales oder sehr großes Interesse, und wessen Kunst wird aus welchen Gründen auch immer behindert, angegriffen, kann nicht stattfinden weil…..wo ist Kritik drin, und wo Selbstkritik, und was erfordert mehr Mut, persönliche Freiheit, Fähigkeit zur Reflexion.

Sieht so aus, als ob Selbstkritik, Witz und Perfektion, jene Freiheiten sind, die von den Hütern der Werte nicht so gern gesehen werden.

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artistic media vision 356

HOPE Das Ars Electronica Festival als Zeichen der Zeit

In den wenigen Tagen ist Linz ein Internationales Pflaster, auf dem Kommunikation wirklich stattfindet, und Kinder und Jugendliche nicht „motiviert“ werden müssen, sich doch mal mit Kunst zu beschäftigen, denn der Zugang ist gerade wegen der medialen Tools die sie sowieso gern verwenden gegeben. Die Masse des Angebots ist keine Ausrede dafür, sich davon erdrücken zu lassen, man kann sich auch nur darauf konzentrieren, was ganz persönlich verlockend ist.

Und nein, es stimmt nicht, dass hier nicht Kritik an der digitalen Entwicklung gepflegt wurde und wird, dafür war die Ars immer offen. Umgekehrt war und ist aber bei der Ars Electronica immer viel Platz für Spiel und Spaß da, für Interaktion mit Geräten, Künstlern, Coaches, und, nicht selten ergeben sich interessante Diskussionen mit wildfremden Menschen. Oft ist ein Gespräch am Nebentisch fast so aufschlußreich wie ein Vortrag bei einem Symposion. In einer Zeit massiver Umbrüche ist es angezeigt sich einzubringen, jammern hilft nicht weiter. Man muss nicht alles glauben, aber Neugierde tut gut.

Smoke and Mirrors hat offenbar voll überzeugt. Die Arbeit ist im Lentos Museum zu sehen und vereint eine fast romantische Musik, klare, kompromisslose Texte und deprimierende Bilder.

Viel Zulauf haben der Drucker, die Kaffeemaschine, der Künstler war vor Ort, und es haben sich umfangreiche Gespräche ergeben beim Interagieren oder nur zuschauen was die anderen machen.

Eine neue Universität gründen und sich Informationen bei ähnlichen Unternehmen international holen + einige PhD Studenten zu Wort kommen lassen, war interessant und ist schon im Netz zu sehen.

Auf dem Streifzug durch die PostCity habe ich mich selbst hinreißen lassen mitzuspielen bei einer Aktivität welche Schattenbilder generiert für das Wiener Parlament, welche als Motivation zum wählen gehen gedacht sind und über die Parlaments-Fassade huschen sollen.

Nicht nur Kinder finden hier einen kreativen Spielplatz.

Skulpturen haben oft ein Programm das nicht jeder versteht, oder aber man nimmt sich nicht die Zeit und ergötzt sich nur an der Ästhetik.

Mode, wie sie an den Kunstuniversitäten gepflegt wird……

Entspannt und gemütlich in Linz an der Donau….