2 Künstlerinnen: Kunst aus/als Baumaterial und Kunst aus/als Code
Die Objekte/Installationen von Rini Tandon ( Bildmitte, im Gespräch mit der Kunsthistorikerin Christa Benzer ) heben ab oder vernetzen. Hinter den realen Konstrukten schwingen Bedeutungen die auf gesellschaftliche Gegebenheiten und Zusammenhänge verweisen.
Bei LIA ist die Sache insofern schwieriger, weil eine Mehrzahl von Kunstliebhabern mit Code nicht wirklich vertraut ist, und sich auf das sich permanent verändernde, wandernde projizierte Bild konzentrieren werden. doch da geht noch mehr.
Niemand kann ihren Arbeitsstil besser erklären als sie selbst, daher blenden wir das mal ein zur Ergänzung der Möglichkeit des Zugangs zu ihren Arbeiten im allgemeinen, und dieser hier vor Ort.
LIA in der Mitte, ihre Begleitung und die TANK-Chefin Inge Graf.
Wie das Zusammenspiel der Arbeiten der beiden Künstlerinnen im Raum aussieht, kann man anhand der folgenden Bilder erahnen.
BETWEEN STRINGS: Die Komponistin Kristine Lindemann entwirft ein raumfüllendes Musikinstrument und das Quartett between feathers leistet die Aufführung im mumok. Eingeladen + betreut wurden diese experimentellen Künstler von den Kuratoren Benedikt Hochwartner und Julia Hürner – die Direktorin des Museums begrüßt beschwingt, und dann wird es finster.
Die Aufführung erfordert absolute Stille und Konzentration. Die vier Musiker bewegen sich entlang gespannter Fäden aus unterschiedlichem Material welche mit Resonanzkörpern verbunden sind. Die Schwingungen, Berührungen, erzeugen die Klanginstallation und die Bewegungen der Musiker im fast finsteren Raum, sowie deren Schatten sind die Choreografie im Bühnenbild der Spulen, Klangkörper, Fäden und Lichtquellen.
Die Aufmerksamkeit lohnt sich, denn das unspektakuläre und konzentrierte gehen und ziehen ergibt ein abwechslungsreiches und wohlklingendes Musikstück. Ist man vielleicht anfangs noch gespannt was die Musiker diesem elementaren Material entlocken können, nimmt der Variantenreichtum zunehmend gefangen, und das Spiel der Schatten und Körper wird zunehmend als Tanz empfunden.
Zum Schluß werden die Fäden aufgerollt und in neue Konstellationen gebracht, ein vernetztes Zelt aus Klängen entsteht.
Es sind noch weitere Konzerte bis Ende Oktober vorgesehen, und die Besucher dürfen danach auch selbst sich in dieser Installation bewegen, und sehen was sie selbst für Klänge zusammen bringen.
Eine wunderbare Ausstellung im 21er Haus BELVEDERE:
Im Sommer schielen die Darbietungen immer auf die Massen, daher bekannte Namen, die schon bald wer gehört hat. KAZUKO MIYAMOTO ist nicht so bekannt, die Ausstellung ist einer Entdeckung der Direktorin zu danken, die sie während ihrer Leitung des Lentos in Linz gemacht hat; die Künstlerin die in New York residiert hatte in Linz diverse Auftritte die überzeugten. Ihre Kunstwerke kann man in der Mehrzahl nicht transportieren, sie bestehen aus Fäden, die im Raum gespannt werden, sehr exakt, sehr aufwendig , die also immer wieder neu installiert werden müssen, bei jeder Ausstellung. Zudem sind ihre Auftritte im musealen Kontext erst jetzt gekommen.
Gerade diese Umstände machen aber diese Ausstellung so frisch, so besonders. Neben Dokumenten von Performances und Entwürfen, ist die Ausstellung doch sehr auf den Raum bezogen und einzigartig. Es kommt hinzu, dass vielleicht so manche Besucher die letztlich auf die Tagespolitik angepassten Ausstellungen ohnehin schon satt haben.
Die Künstlerin lebt noch, und ja, es ist ein Lebenswerk vorhanden.
Kunst und Reflexion: Angepaßt + Unangepaßt: Mut oder Freiheit?
Solche Bilder haben wir immer wieder zugesandt bekommen in der Arbeiterzeitung, die es lang nicht mehr gibt. Die SPÖ ist aber gleich geblieben in ihrem Verständnis von Kunst/Kultur/Förderung. Kann man der Künstlerin ein Anpassungsmuster vorwerfen? Im Falle von Johanna Kandl kaum: Sie ist wie sie ist, und das schon lange, sie macht was sie für Kunst hält, und das schon lange, paßt denen halt. Diese Art von Umarmung oder Umrahmung ist Wien-spezifisch.
In Chicago ist man auch woke/links/demokratisch oder wie immer man das bezeichnen könnte, allerdings bekommt man Post dort von Künstlern, deren PR-Vertretern, den Museen oder Festivals, nie sind sie mit Politikern und Beamten geschmückt, oft sieht man nichtmal die Künstler, Autoren, Architekten, nur das Werk und Daten.
Eine Frage beschäftigt mich derzeit: Welche Kunst stößt warum auf marginales oder sehr großes Interesse, und wessen Kunst wird aus welchen Gründen auch immer behindert, angegriffen, kann nicht stattfinden weil…..wo ist Kritik drin, und wo Selbstkritik, und was erfordert mehr Mut, persönliche Freiheit, Fähigkeit zur Reflexion.
Sieht so aus, als ob Selbstkritik, Witz und Perfektion, jene Freiheiten sind, die von den Hütern der Werte nicht so gern gesehen werden.
HOPE Das Ars Electronica Festival als Zeichen der Zeit
In den wenigen Tagen ist Linz ein Internationales Pflaster, auf dem Kommunikation wirklich stattfindet, und Kinder und Jugendliche nicht „motiviert“ werden müssen, sich doch mal mit Kunst zu beschäftigen, denn der Zugang ist gerade wegen der medialen Tools die sie sowieso gern verwenden gegeben. Die Masse des Angebots ist keine Ausrede dafür, sich davon erdrücken zu lassen, man kann sich auch nur darauf konzentrieren, was ganz persönlich verlockend ist.
Und nein, es stimmt nicht, dass hier nicht Kritik an der digitalen Entwicklung gepflegt wurde und wird, dafür war die Ars immer offen. Umgekehrt war und ist aber bei der Ars Electronica immer viel Platz für Spiel und Spaß da, für Interaktion mit Geräten, Künstlern, Coaches, und, nicht selten ergeben sich interessante Diskussionen mit wildfremden Menschen. Oft ist ein Gespräch am Nebentisch fast so aufschlußreich wie ein Vortrag bei einem Symposion. In einer Zeit massiver Umbrüche ist es angezeigt sich einzubringen, jammern hilft nicht weiter. Man muss nicht alles glauben, aber Neugierde tut gut.
Smoke and Mirrors hat offenbar voll überzeugt. Die Arbeit ist im Lentos Museum zu sehen und vereint eine fast romantische Musik, klare, kompromisslose Texte und deprimierende Bilder.
Viel Zulauf haben der Drucker, die Kaffeemaschine, der Künstler war vor Ort, und es haben sich umfangreiche Gespräche ergeben beim Interagieren oder nur zuschauen was die anderen machen.
Eine neue Universität gründen und sich Informationen bei ähnlichen Unternehmen international holen + einige PhD Studenten zu Wort kommen lassen, war interessant und ist schon im Netz zu sehen.
Auf dem Streifzug durch die PostCity habe ich mich selbst hinreißen lassen mitzuspielen bei einer Aktivität welche Schattenbilder generiert für das Wiener Parlament, welche als Motivation zum wählen gehen gedacht sind und über die Parlaments-Fassade huschen sollen.
Nicht nur Kinder finden hier einen kreativen Spielplatz.
Skulpturen haben oft ein Programm das nicht jeder versteht, oder aber man nimmt sich nicht die Zeit und ergötzt sich nur an der Ästhetik.
Mode, wie sie an den Kunstuniversitäten gepflegt wird……
Spannend, was die Erwartungen von zugezogenen und indigenen Bewohnern westlicher Länder waren und sind, warum sie den Verlust westlicher Werte sehen, und wie diese zu verbessern wären.
Wie schafft man es in der Schule „Common Ground“ herzustellen, die unterschiedlichsten Ethnien als Teil der Nation, des Landes in dem sie jetzt leben zu verstehen, ein Gefühl der Zugehörigkeit zu schaffen? Ja, als ob das nicht immer schon gewirkt hätte, man gibt gemeinsame Anforderungen vor, an die sich alle halten müssen, und läßt Freiraum in weniger wichtigen Dingen wie etwa Bekleidung und religiöse Symbole. Gutes Benehmen ist wieder gefragt, und die Kinder fühlen sich dabei sogar wohl. Wertschätzung des Landes und dessen Geschichte wird gelehrt, und siehe da, alle haben dadurch Heimat.
Es ist ein langes Gespräch zwischen zwei Männern die ihre Religion aufgegeben haben, sich im Westen integrierten. Für den Sohn eines Imam, und Autor mehrerer Bücher, zuletzt einen Vergleich von Islamismus und Faschismus, ist der Westen aber gleichzeitig eine Art Gefängnis, denn er lebt unter permanentem Polizeischutz, bedroht durch radikale Islamisten. Allerdings, so sagt er, er wußte ja was ihm blühen würde, sieht er sich nicht als Opfer, denn er hat die Freiheit der Rede erlangt, eine Freiheit des Geistes.
Es ist beängstigend wie viel Geld für längerfristig schädliche Aktivitäten tagaus tagein beim Fenster hinaus geworfen wird; und als alternativlos, die Demokratie verteidigend, als Schutz der Gesundheit etikettiert der Bevölkerung die das nicht will, mit Zwang und Zensur aufgenötigt wird.
Alles scheint irgendwelchen Moden zu folgen, deren Sinn schwer zu erkennen ist, und sowieso von der Mehrheit nicht geschätzt wird. So wie auf Laufstegen und Beauty-Empfehlungen springt man nun mit Energiehaushalt, Ernährungssicherheit und Kommunikation um: mal extrem mager, mal kunstvoll aufgeblasen ( Lippen und Po ).
DER SO SELBSTSICHERE WESTEN BRÖCKELT, KLAMMERT SICH HILFLOS AN IDEOLOGIEN DIE DER REALITÄT WIDERSPRECHEN.
ZWEIERLEI MASS AUCH BEZÜGLICH RELIGIONEN
DIE MUSTERLÄNDER DER AUFNAHMEWILLIGKEIT BRECHEN ZUSAMMEN UND LEGEN EINEN HARSCHEN STOP EIN, UNGARN WIRD ABER WILD BESCHIMPFT UND MIT FINANZIELLEM DRUCK BESTRAFT, WEIL ES FRÜHER ERKANNTE WIE INKOMPATIBEL GEWISSE AUFFASSUNGEN VON WELT EBEN SIND WENN MAN SIE IN KLEINEN LÄNDERN ZUSAMMEN DRÄNGT.
DAS PROBLEM IST DER POLITISCHE ISLAM, DER MIT DEN GESETZEN DER AUFNAHMELÄNDER KONKURRIERT.
DIE ALTERNATIVE ZU DEM SCHLAMASSEL? EHRLICHKEIT!
Ein Ansatz der in die neue Zeit passt, die neue Wege aus der verfahrenen Situation sucht, Fairness, Ehrlichkeit, Verständnis für andere LEBENSMODELLE: Leben und Leben lassen.
Überraschung: Mit Wahrheit lebt es sich leichter als mit Lügen, denn die ziehen endlos andere Lügen nach sich, bis man nicht mehr weis was man gesagt hat und unweigerlich Probleme bekommt.