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artistic media vision 357

Kunst und Reflexion: Angepaßt + Unangepaßt: Mut oder Freiheit?

Solche Bilder haben wir immer wieder zugesandt bekommen in der Arbeiterzeitung, die es lang nicht mehr gibt. Die SPÖ ist aber gleich geblieben in ihrem Verständnis von Kunst/Kultur/Förderung. Kann man der Künstlerin ein Anpassungsmuster vorwerfen? Im Falle von Johanna Kandl kaum: Sie ist wie sie ist, und das schon lange, sie macht was sie für Kunst hält, und das schon lange, paßt denen halt. Diese Art von Umarmung oder Umrahmung ist Wien-spezifisch.

In Chicago ist man auch woke/links/demokratisch oder wie immer man das bezeichnen könnte, allerdings bekommt man Post dort von Künstlern, deren PR-Vertretern, den Museen oder Festivals, nie sind sie mit Politikern und Beamten geschmückt, oft sieht man nichtmal die Künstler, Autoren, Architekten, nur das Werk und Daten.

Eine Frage beschäftigt mich derzeit: Welche Kunst stößt warum auf marginales oder sehr großes Interesse, und wessen Kunst wird aus welchen Gründen auch immer behindert, angegriffen, kann nicht stattfinden weil…..wo ist Kritik drin, und wo Selbstkritik, und was erfordert mehr Mut, persönliche Freiheit, Fähigkeit zur Reflexion.

Sieht so aus, als ob Selbstkritik, Witz und Perfektion, jene Freiheiten sind, die von den Hütern der Werte nicht so gern gesehen werden.